24. Februar 2017

Tourismus-Bilanz 2016 Rheinland-Pfalz: Neuer Gästerekord – Übernachtungen nahezu unverändert

Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche konnte 2016 im vierten Jahr in Folge mehr Besucherinnen und Besucher begrüßen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten 9,60 Millionen Gäste im Land; das waren 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2015, das den bisherigen Höchststand markierte. Die Übernachtungszahlen überschritten zum zweiten Mal die 25-Millionen-Grenze. Mit 25,02 Millionen Übernachtungen wurde das Rekordergebnis aus dem Jahr zuvor allerdings knapp verfehlt (minus 0,2 Prozent).

Tourismusregionen

In vier der neun Tourismusregionen lagen die Übernachtungszahlen 2016 über dem Niveau des Vorjahres, wobei Rheinhessen mit einer Steigerung um 5,4 Prozent den Spitzenplatz belegte. An zweiter Stelle folgte das Rheintal mit einem Übernachtungsplus von 2,2 Prozent. Die Regionen Mosel-Saar und Westerwald-Lahn erzielten ebenfalls Zuwächse. In den übrigen Regionen waren die Übernachtungszahlen niedriger als 2015. Der starke Rückgang in der Eifel beruht zum Teil auf einem Sondereffekt, der auf Änderungen im Berichtskreis der Erhebung zurückzuführen ist. Aber auch Einbußen im Campingbereich trugen zu diesem Ergebnis bei. Sieben der neun Tourismusregionen verzeichneten steigende Gästezahlen. Mit einem Plus von 4,9 Prozent erreichte auch hier Rheinhessen die höchste Zunahme.

Betriebsarten

Unter den elf Betriebsarten verbuchten die Hotels garnis den höchsten Übernachtungszuwachs (plus 4,8 Prozent). Ferienhäuser und -wohnungen folgten mit plus 3,9 Prozent an zweiter Stelle. Hotels sowie Jugendherbergen und Hütten profitierten ebenfalls von einer gestiegenen Nachfrage. Privatquartiere, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime sowie Vorsorge- und Rehabilitationskliniken mussten Einbußen hinnehmen. Das Übernachtungsaufkommen der Gasthöfe sowie der Camping- und Reisemobilplätze fiel ebenfalls niedriger aus als 2015. Zum neuen Gästerekord trug die Mehrzahl der Betriebsarten bei, wobei Ferienzentren, Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie Hotels garnis überdurchschnittlich zulegten.

Herkunft

Der neue Spitzenwert bei den Gästeankünften ist in erster Linie auf die gestiegene Nachfrage von Besucherinnen und Besuchern aus dem Inland zurückzuführen. Die Zahl der Gäste aus Deutschland erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 7,56 Millionen. Die Zahl ihrer Übernachtungen lag fast unverändert bei 19,19 Millionen (plus 0,1 Prozent). Aus dem Ausland kamen 2016 weniger Gäste ins Land (2,04 Millionen; minus ein Prozent). Die Übernachtungen gingen um 1,2 Prozent auf 5,83 Millionen zurück. Unter den Besucherinnen und Besuchern aus dem Ausland bilden Gäste aus den Nachbarländern Niederlande und Belgien die größten Gruppen. Auf sie entfielen fast zwei Drittel der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Danach folgten mit Abstand die Besucherinnen und Besucher aus den USA und dem Vereinigten Königreich mit Anteilen von 5,7 bzw. 5,5 Prozent.

Hinweis: Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)




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