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26. August 2026

Beherbergungsbetriebe in Rheinland-Pfalz schließen erstes Halbjahr mit positiver Bilanz

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 positiv; es wurden mehr Gästeankünfte und höhere Übernachtungszahlen verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stiegt die Zahl der Gäste im ersten Halbjahr 2026 um 1,4 Prozent auf gut vier Millionen. Die Zahl der Übernachtungen nahm im Vergleichszeitraum um 1,5 Prozent zu und übertraf damit die Zehn-Millionen-Marke. Im Durchschnitt waren 2.718 Beherbergungsbetriebe geöffnet.

Aufgrund der positiven Dynamik im bisherigen Jahresverlauf konnte das Vor-Corona-Niveau überschritten werden. Die Zahl der Gästeankünfte bzw. der Übernachtungen lag gegenüber dem ersten Halbjahr  2019 um 0,6 bzw. 2,9 Prozent höher.

Region Rheinhessen mit deutlich höherem Aufkommen

In sechs der neun Tourismusregionen nahm die Zahl der Gästeankünfte und Übernachtungen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden in Rheinhessen verzeichnet: Die Zahl der Gäste stieg hier um 6,1 Prozent; die der Übernachtungen um 6,8 Prozent. Weitere Anstiege gab es in den Regionen:

  • Mittelrheintal (Gäste: plus 2,4 Prozent; Übernachtungen: plus 3,7 Prozent);

  • Pfalz (Gäste: plus 2,4 Prozent; Übernachtungen: plus 1,5 Prozent) sowie in der 

  • Eifel (Gäste: plus 1,3 Prozent; Übernachtungen: plus 4,3 Prozent). 

In der Region Mosel-Saar stagnieren sowohl die Zahl der Gästeankünfte (plus 0,4 Prozent) als auch die der Übernachtungen (plus 0,2 Prozent) im Vergleichszeitraum nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. 

Demgegenüber zeigten sich rückläufige Entwicklungen in den Regionen: 

  • Lahntal (Gästankünfte: minus 8,1 Prozent; Übernachtungen: minus 3,7 Prozent); 

  • Hunsrück-Nahe (Gästankünfte: minus 6,6 Prozent; Übernachtungen: minus 6,7 Prozent) und 

  • Westerwald (Gästankünfte: minus 4,9 Prozent; Übernachtungen: minus drei Prozent). 

Wiederaufbau in der Region Ahr erkennbar

Der Wiederaufbauprozess in der Tourismusregion Ahr ist auch im fünften Jahr nach der Flutkatastrophe erkennbar: Im ersten Halbjahr 2026 nahm die Zahl der Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent zu. Die Übernachtungszahlen stiegen um 9,3 Prozent. Das Ausmaß der Flutkatastrophe wird jedoch im Vergleich mit dem Vor-Coronajahr 2019 deutlich: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 lagen die Gäste- und Übernachtungszahlen in den ersten sechs Monaten 2026 noch um 28 bzw. 29 Prozent niedriger. Die Übernachtungskapazitäten unterschritten das Niveau von 2019 mit 33 Prozent ebenfalls noch deutlich.

Deutlicher Anstieg bei den Hotelübernachtungen    

Vier der neun Betriebsarten registrierten im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 höhere Übernachtungszahlen. Die größten Zuwächse verbuchten die Hotels mit 3,9 Prozent. In den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie auf den Campingplätzen stiegen die Übernachtungszahlen um 3,6 bzw. 1,7 Prozent. Das Niveau in den Hotels garnis blieb unverändert zum Vorjahr.

Dagegen zeigen sich rückläufige Übernachtungszahlen bei den Erholungs- und Schulungsheimen (minus vier Prozent). Auch in den Gasthöfen und Pensionen gingen die Zahlen zurück (minus 9,3 bzw. 4,3 Prozent).

Mehr Gästeankünfte aus dem Ausland

Von den insgesamt gut vier Millionen Gästen im ersten Halbjahr 2026 hatten rund 3,3 Millionen ihren Wohnsitz im Inland. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von einem Prozent. Die Übernachtungen legten um 1,2 Prozent auf 8,4 Millionen zu. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland stieg um 3,1 Prozent auf 718.500. Deren Übernachtungen beliefen sich auf knapp 1,9 Millionen (plus 2,5 Prozent). 

Wie wurden diese Ergebnisse ermittelt?

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen. 

Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 wurden die beiden Tourismusregionen Hunsrück und Naheland zu der Tourismusregion Hunsrück-Nahe zusammengeführt. Vergleiche mit davorliegenden Zeiträumen sind daher mit Einschränkungen verbunden.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

 


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