©Quelle: NAtionalpark Eifel/M. MenninghausSie sind schon von weitem an ihren markanten Hüten zu erkennen und repräsentieren Nationalparke und weitere Schutzgebiete wie keine andere Berufsgruppe: Ranger*innen sind weltweit im Einsatz – so auch im Nationalpark Eifel. Der „Welt-Ranger-Tag“ am 31. Juli lenkt den Blick auf die globale Bedeutung dieses besonderen Berufs und setzt sich für bessere und sichere Arbeitsbedingungen ein. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Ranger: Wächter eines sich wandelnden Planeten“.
Am Aktionstag wird besonders der Ranger*innen gedacht, die im Dienst verletzt oder getötet wurden. Und das sind einige: Laut „International Ranger Federation“ (IRF) haben im vergangenen Jahr 147 Ranger*innen aus 40 Ländern während des Dienstes ihr Leben gelassen – dass dabei fast jede*r Dritte durch Tötungsdelikte starb, ist besonders erschreckend. Die zweithäufigste Todesursache waren Angriffe durch Wildtiere, gefolgt von Unfällen und Naturkatastrophen. Der Großteil dieser Vorfälle ereignete sich im globalen Süden.
Doch was sind überhaupt die Aufgaben eines Rangers oder einer Rangerin – speziell im Nationalpark Eifel? Die Liste ist lang: Sie führen Nationalpark-Interessierte durch die Wildnis von morgen, kontrollieren die Einhaltung der Nationalpark-Regeln im Schutzgebiet, führen unterschiedlichste Umweltbildungsprogramme durch, bieten wichtige Orientierungshilfe, unterstützen Forschungsprojekte und leisten im Notfall Erste Hilfe. Im noch jungen Entwicklungsnationalpark pflanzen sie junge Buchen unter nicht gebietsheimischen Fichten, stellen Bänke, Tische, Wetterschutzdächer her und im Gelände auf, und begleiten Foto- und Filmproduktionen. Und wo es nötig ist, sorgen sie für Verkehrssicherheit.
Vor allem aber sensibilisieren sie Nationalpark-Gäste für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt und als Botschafter der Nationalpark-Ziele sind die insgesamt 37 Ranger für die Nationalparkverwaltung Eifel deshalb unverzichtbar. Von dieser Gruppe sind je nach Einsatzplan 17 Ranger in der Nationalparkwacht tätig, die täglich im Schutzgebiet unterwegs ist. Die anderen Ranger*innen sind auf verschiedene Teams, wie die Holzbauwerkstatt, die Umweltbildung im Nationalpark-Zentrum, die Wildniswerkstatt Düttling und den Natur-Erlebnis-Treff im Jugendwaldheim aufgeteilt.
Weltweit nehmen etwa 285.000 Rangerinnen und Ranger eine Schlüsselrolle darin ein, globale Naturschutzziele zu erreichen. Ihr Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und hochrelevant für die Zukunft: Sie dokumentieren Arten, schützen sensible Lebensräume und sorgen dafür, dass Verhaltensregeln in der Natur eingehalten werden. Gleichzeitig wirken sie als Vermittler zwischen Menschen und Natur, etwa im Gespräch mit Schutzgebietsgästen oder bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche. Durch ihre tägliche Arbeit stärken sie in der Gesellschaft das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und schaffen Naturerlebnisse, die Menschen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen begeistern.
In Deutschland vertritt der Bundesverband Naturwacht die Interessen der hauptberuflichen Naturwachtmitarbeiter*innen. Der Verband ruft anlässlich des Welt-Ranger-Tags jährlich zu Spenden auf, die an die „Thin Green Line Foundation“ gehen. Diese unterstützt die Arbeit von Rangern weltweit, insbesondere Familien von Rangern, die im Dienst getötet wurden oder tödlich verunglückten. Der Bundesverband ist als gemeinnützig anerkannt und zum Ausstellen von Spendenbescheinigungen berechtigt. Weitere Informationen gibt es auf www.bundesverband-naturwacht.de
Quelle: Wald und Holz NRW