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30. Juli 2026

Tourismus von Januar bis Mai 2026 in Rheinland-Pfalz: Positive Entwicklung setzt sich fort

Die Beherbergungsbetriebe in Rheinland-Pfalz registrierten von Januar bis Mai 2026 mehr Gästeankünfte und Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum.

Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, kamen von Januar bis Mai rund 3,1 Millionen Gäste nach Rheinland-Pfalz und damit 3,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 4,3 Prozent auf 7,9 Millionen. Im Durchschnitt waren 2.666 Beherbergungsbetriebe geöffnet.

Sowohl die Zahl der Gäste als auch die der Übernachtungen stellen neue Höchststände für den Zeitraum Januar bis Mai dar. Aufgrund dieser positiven Entwicklung wurde das Vor-Corona-Niveau erneut überschritten: Im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Mai 2019 stiegen die Gästeankünfte um drei Prozent, während die Übernachtungen einen Zuwachs von 6,6 Prozent verzeichneten.

Deutlich höheres Aufkommen in der Eifel

Sechs der neun Tourismusregionen verbuchten von Januar bis Mai 2026 mehr Gäste und Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutliche Zuwächse gab es in der Eifel: Die Gästeankünfte stiegen um 7,1 Prozent; die Übernachtungen legten um zwölf Prozent zu. Weitere Anstiege gab es in den folgenden Regionen:

  • Rheinhessen (Gäste: plus 6,6 Prozent; Übernachtungen: plus 7,7 Prozent);

  • Pfalz (Gäste: plus 4,2 Prozent; Übernachtungen: plus 3,3 Prozent);

  • Mosel-Saar (Gäste: plus 3,8 Prozent; Übernachtungen: plus 3,7 Prozent) sowie dem

  • Mittelrheintal (Gäste: plus 3,8 Prozent; Übernachtungen: plus 5,7 Prozent). 

Im Gegensatz dazu reduzierte sich in der Region Hunsrück-Nahe die Zahl der Gästeankünfte und Übernachtungen (minus 6,1 Prozent bzw. minus 5,8 Prozent). Rückgänge gab es auch in den folgenden Regionen:

  • Lahntal (Gäste: minus 4,2 Prozent; Übernachtungen: minus 1,8 Prozent)

  • Westerwald (Gäste: minus -3,4 Prozent; Übernachtungen: minus 0,5 Prozent).

Wiederaufbau in der Region Ahr schreitet voran

Der fortschreitende Wiederaufbauprozess in der Tourismusregion Ahr zeigt sich auch im fünften Jahr nach der Flutkatastrophe: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen sowohl die Gästeankünfte als auch die Übernachtungszahlen um jeweils elf Prozent. Das Ausmaß der Flutkatastrophe wird jedoch im Vergleich mit dem Vor-Coronajahr 2019 deutlich: Gegenüber Januar bis Mai 2019 lagen die Gäste- und Übernachtungszahlen in den ersten fünf Monaten 2026 noch um jeweils 27 Prozent niedriger. Auch die Übernachtungskapazitäten unterschritten das Niveau von 2019 mit 32 Prozent noch deutlich. Den Tourismus an der Ahr fünf Jahre nach der Flutkatastrohe beleuchetet ein kürzlich erschienener Beitrag im Datenblick.

Camping- und Reisemobilplätze mit zweistelligen Übernachtungszuwächsen

Sechs der neun Betriebsarten meldeten von Januar bis Mai 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 höhere Übernachtungszahlen. Mit einem Anstieg von 16 Prozent führen Camping- und Reisemobilplätze das Ranking an, gefolgt von Hotels (plus 5,1 Prozent). Die Übernachtungen der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie der Ferienzimmer, Ferienwohnungen und Feriendörfer legten um 3,6 bzw. 2,4 Prozent zu.

Dagegen zeigten sich erneut Rückgänge bei den Gasthöfen und Pensionen (minus 7,7 bzw. 1,2 Prozent). Die Erholungs- und Schulungsheime verzeichneten 2,5 Prozent weniger Übernachtungen.

Inlandsgäste mit deutlichem Übernachtungsplus

Knapp 2,6 Millionen der Gäste in Rheinland-Pfalz haben ihren Wohnsitz im Inland (plus 3,6 Prozent) – dies entspricht 83 Prozent aller Gästeankünfte. Deren Übernachtungen stiegen um 4,7 Prozent auf 6,5 Millionen. Die Zahl der Gäste mit Wohnsitz im Ausland stieg um 3,8 Prozent auf 531.700. Diese buchten 1,4 Millionen Übernachtungen (plus 2,8 Prozent).

Wie wurden diese Ergebnisse ermittelt?

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen. 

Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 wurden die beiden Tourismusregionen Hunsrück und Naheland zu der Tourismusregion Hunsrück-Nahe zusammengeführt. Vergleiche mit davorliegenden Zeiträumen sind daher mit Einschränkungen verbunden.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)


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