©Quelle: Eifelverein/LinkeDie vergangenen Jahre boten dafür besondere Anlässe: 2024 wurde auf Vogelsang IP das 15-jährige Jubiläum des Eifelsteigs gefeiert. 2025 traf man sich in Neroth und Einruhr, wo die Ergebnisse der dwif-Wirtschaftlichkeitsstudie vorgestellt wurden. Sie belegen eindrucksvoll die touristische Bedeutung des Eifelsteigs mit einer jährlichen Wertschöpfung von knapp 23 Millionen Euro.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Eifelsteigs und seiner Partnerwege sind die Wegepaten. Mit großem ehrenamtlichem Engagement kontrollieren und pflegen sie „ihre“ Etappen mindestens zweimal jährlich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur hohen Qualität des Wanderangebots.
Treffen bei der Nordeifel
Das diesjährige Treffen im Bergbaumuseum Mechernich stand unter dem Motto „Wie machen es eigentlich die Nachbarn?“ Ziel war es, einen Blick auf das erfolgreiche Wanderwegenetz der Nordeifel zu werfen. Während der Eifelsteig als Streckenwanderweg konzipiert ist, bieten die 18 EifelSpuren und 106 EifelSchleifen attraktive Rundwanderwege zwischen drei und 23 Kilometern Länge. Mit ihren thematischen Schwerpunkten vermitteln sie Gästen die Besonderheiten der Region auf abwechslungsreiche Weise.
Michael Murbach, Ortsgruppe Mechernich, und Dr. Birgit Knauf, Ortsgruppe Kommern, führten die Teilnehmer durch das historische Bergbaugebiet bis zum Baltesbendener Weiher und zu den Überresten des „Langen Emil“. Der 134,5 Meter hohe Schornstein galt bei seiner Errichtung in den Jahren 1884/1885 als höchster Schlot der Welt.
Im Anschluss stellte Patrick Schmidder, Geschäftsführer der Nordeifel Tourismus GmbH, die Entwicklung der EifelSchleifen und EifelSpuren vor. Er zeigte auf, welche Schritte erforderlich waren, um aus einer ersten Projektidee ein erfolgreiches Wanderangebot mit inzwischen 124 Routen zu entwickeln. Besonders erfreulich sei die jüngste Erweiterung um elf weitere Wanderwege im Schleidener Tal.
Hohe Bedeutung des Wegemanagements
Auch die Bedeutung des Wegemanagements für die Ortsgruppen im Eifelverein wurde deutlich. „Für die Ortsgruppen ist das Wegemanagement eine Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen“, betonte David Rosenbaum, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Mechernich. Er selbst sei auf diesem Weg zum Eifelverein gekommen. Gleichzeitig stärke die enge Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Ehrenamt die Sichtbarkeit der Ortsgruppen in der Region. Ein schönes Beispiel dafür ist die EifelSpur „Soweit das Auge reicht“, die 2024 zum „Wanderweg des Jahres“ in der Nordeifel gewählt wurde. Gemeinsam mit Horst Müller begleitete David Rosenbaum hierfür auch ein Filmteam des WDR – ein Erfolg, auf den die Beteiligten mit Recht stolz sind.
Für den gelungenen Abschluss sorgte das Team des Bergbaumuseums Mechernich. Günther Niesen vermittelte anhand eines detailreichen Modells im Maßstab 1:100 anschaulich, wie sich die Bergwerksanlage kurz vor ihrer Stilllegung in den 1950er Jahren präsentierte.
Das Treffen bot den Wegpaten, Kommunalen Wegemanagern und dem technischen Wegemanager Matthias Irle erneut wertvolle Einblicke, zahlreiche Anregungen für die eigene Arbeit und vor allem die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und das gemeinsame Netzwerk weiter zu stärken.
Eifel Tourismus GmbH koordiniert
Der Eifelsteig ist ein großer Erfolg für die Region. Dafür sind viele Beteiligte verantwortlich. Während der Eifelverein das Wegemanagement übernommen hat, ist die Eifel Tourismus GmbH (ET) für Koordinierungsaufgaben zwischen Eifelverein Wegmanagement, den Anrainerkommunen und den Betrieben zuständig und sie betreut die Angebotsgruppe der wanderfreundlichen Gastgeber an Eifelsteig und Partnerwegen. Zudem betreibt die ET das Marketing sowie die Kommunikation für den Eifelsteig. Eine Besonderheit sind die Pauschalen rund um den Eifelsteig: Die Eifel Tourismus GmbH ist eine der wenigen Destinationsmanagement-Organisationen, die als Reiseveranstalter auftritt und macht damit den Eifelsteig in verschiedenen Varianten für Gäste buchbar. Dies sorgt nachweislich für eine hohe Wertschöpfung in der Region.
Quelle Eifelverein