
Wie schon im ersten Quartal 2026 lagen die Werte von Januar bis April wieder über denen des Vor-Corona-Jahres 2019. Der Anstieg bei den Gästeankünften betrug 1,3 Prozent; bei den Übernachtungszahlen waren es 2,4 Prozent.
Region Rheinhessen mit deutlichen Zuwächsen
In sechs der neun Tourismusregionen stiegen die Zahlen der Gästeankünfte und Übernachtungen von Januar bis April 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Besonders deutliche Zuwächse verzeichnete die Region Rheinhessen: Hier nahmen die Gästezahlen um 9,3 Prozent und die Übernachtungen um elf Prozent zu. Ebenfalls ein höheres Aufkommen verbuchten die Regionen:
Im Gegensatz dazu reduzierte sich in der Region Hunsrück-Nahe die Zahl der Gästeankünfte um 6,6 Prozent sowie die Zahl der Übernachtungen um 7,4 Prozent. Auch im Lahntal (Gäste: minus 6,8 Prozent; Übernachtungen: minus 4,2 Prozent) sowie im Westerwald (Gäste: minus 4,6 Prozent; Übernachtungen: minus 3,5 Prozent) gingen die Zahlen zurück.
Region Ahr weiterhin im Aufbauprozess
In der Tourismusregion Ahr erhöhten sich die Zahl der Gästeankünfte im Vergleichszeitraum um 14 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um zwölf Prozent. Diese hohen Zuwächse dokumentieren den fortschreitenden Aufbauprozess nach der Flutkatastrophe 2021. Sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die Übernachtungszahl lagen aber noch um 27 Prozent unter denen des Vor-Corona-Jahres 2019. Deutliche Differenzen zum Vergleichszeitraum 2019 zeigen sich auch bei den angebotenen Schlafgelegenheiten: Diese lagen in den ersten vier Monaten 2026 noch um knapp 31 Prozent unter dem Niveau von Januar bis April 2019.
Deutliches Übernachtungsplus in Hotels
Sechs der neun Betriebsarten verbuchten von Januar bis April 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 mehr Übernachtungen. Die größten Zuwächse gab es in den Hotels (plus 6,3 Prozent), gefolgt von den Camping- und Reisemobilplätzen (plus 5,5 Prozent) sowie den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (plus vier Prozent).
Im Gegensatz dazu setzte sich der negative Trend bei den Gasthöfen und Pensionen fort. Die Rückgänge lagen hier bei 8,1 Prozent bzw. 2,2 Prozent.
Auslandstourismus: Mehr Ankünfte und Übernachtungen
Der Großteil der Gästeankünfte in Rheinland-Pfalz stammt aus dem Inland: Von Januar bis April 2026 hatten 1,8 Millionen bzw. 83 Prozent aller Gäste ihren Wohnsitz in Deutschland. Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,8 Prozent. Diese buchten 4,4 Millionen Übernachtungen (plus 3,2 Prozent). Die Ankünfte der Gäste mit Wohnsitz im Ausland stiegen um 5,8 Prozent auf 355.000. Deren Übernachtungen nahmen um 4,2 Prozent auf 925.000 zu.
Wie werden diese Daten erhoben?
Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen.
Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 wurden die beiden Tourismusregionen Hunsrück und Naheland zu der Tourismusregion Hunsrück-Nahe zusammengeführt. Vergleiche mit davorliegenden Zeiträumen sind daher mit Einschränkungen verbunden.
Weitere Informationen: https://www.statistik.rlp.de/nachrichten/nachichtendetailseite/tourismus-von-januar-bis-april-in-rheinland-pfalz-gaeste-und-uebernachtungszahlen-uebertreffen-erneut-vor-corona-niveau
Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)