Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stiegen die Gästeankünfte um 3,4 Prozent auf 1,3 Millionen Gäste. Die Übernachtungszahlen nahmen um 4,2 Prozent auf 3,3 Millionen zu. Im Durchschnitt waren 2.470 Betriebe geöffnet.
Sechs der neun Tourismusregionen starteten mit höheren Gäste- und Übernachtungszahlen ins Jahr 2026. Überdurchschnittliche Zuwächse im Vergleich zum ersten Quartal 2025 gab es in den Regionen Rheinhessen (Gästeankünfte: plus 8,3 Prozent; Übernachtungen: plus zehn Prozent) sowie Mosel-Saar (Gästeankünfte: plus 5,8 Prozent; Übernachtungen : plus 5,2 Prozent). Die Gästeankünfte in der Pfalz stiegen um 4,1 Prozent; die Übernachtungen nahmen um 2,8 Prozent zu. Das Mittelrheintal verbuchte 2,5 Prozent mehr Gästeankünfte und 5,6 Prozent mehr Übernachtungen.
Dagegen sanken die Gäste- und Übernachtungszahlen in der neu formierten Region Hunsrück-Nahe (Gästeankünfte: minus 5,4 Prozent; Übernachtungen: minus 5,6 Prozent). Rückgänge gab es auch im Westerwald (Gästeankünfte: minus 6,5 Prozent; Übernachtungen: minus 1,5 Prozent) sowie im Lahntal (Gästeankünfte: minus 8,1 Prozent; Übernachtungen: minus 4,5 Prozent).
Die Zuwächse in der Tourismusregion Ahr dokumentieren den Aufbauprozess nach der Flutkatastrophe 2021: Die Gästeankünfte stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 13 Prozent. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau 2019 bestehen jedoch noch Rückstände von 26 Prozent bei den Ankünften und 24 Prozent bei den Übernachtungen.
Sechs der neun Betriebsarten verbuchten im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 mehr Übernachtungen . Besonders deutlich waren die Zunahmen auf den Camping- und Reisemobilplätzen (plus 14 Prozent). Auch Hotels – die Kategorie mit den höchsten Übernachtungszahlen – verzeichneten einen Anstieg von 6,4 Prozent. Die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken legten um fünf Prozent zu. Im Gegensatz dazu setzte sich der Rückgang bei Gasthöfen (minus 8,2 Prozent) und Pensionen (minus 2,6 Prozent) fort.
Der Großteil der Gäste kam aus Deutschland: Rund 1,1 Millionen Ankünfte – knapp 85 Prozent aller Gäste – kamen von Januar bis März 2026 aus Deutschland (plus 3,7 Prozent). Deren Buchungen betrugen 2,8 Millionen Übernachtungen (plus 5,1 Prozent). Die Ankünfte ausländischer Gäste stiegen um 2,2 Prozent auf 202.000. Deren Übernachtungen blieben mit 514.000 nahezu unverändert (minus 0,2 Prozent).
Ab sofort steht der aktualisierte Tourismusatlas mit dem erweiterten Datenangebot zum Berichtsjahr 2025 zur Verfügung. Damit sind detaillierte, regional tief gegliederte Analysen in interaktiven Karten möglich. Mit der Web-Anwendung lassen sich räumliche Muster unabhängig von Ländergrenzen erkennen. Der Tourismusatlas ermöglicht die Erkennung saisonaler Muster der touristischen Nachfrage sowie die räumlich differenzierte Bedeutung der Hotellerie.
Mit der interaktiven Anwendung können die wichtigsten Reiseziele von Gästen aus ausgewählten Herkunftsländern analysiert werden. Weitere Informationen zu den Themen sowie deren Interpretierbarkeit sind unterhalb der Karte mit dem Symbol der Glühbirne „Themen, Analyse und Interpretation“ erhältlich.
Die Tourismusatlas Plattform ist Teil des Statistikportals der statistischen Ämter des Bundes und der Länder und richtet sich gleichermaßen an Bürgerinnen und Bürger, Politik sowie Wirtschaft und Wissenschaft.
Darüber hinaus stehen interessierten Nutzern in der Regionaldatenbank Deutschland erstmalig auch Rasterdaten in der Regionaldatenbank Deutschland zu den Themen des Tourismusatlas als Open Data Angebot zum Download zur Verfügung.
Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen.
Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 wurden die beiden Tourismusregionen Hunsrück und Naheland zu der Tourismusregion Hunsrück-Nahe zusammengeführt. Vergleiche mit davorliegenden Zeiträumen sind daher mit Einschränkungen verbunden.
Weitere Informationen unter https://www.statistik.rlp.de
Autorin: Petra Wohnus (Statistisches Landesland RLP; Referat Unternehmensstatistiken)