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©Quelle: LVR Rheinland
8. April 2026

Neue Ausstellung in den Römerthermen Zülpich: Archäologie im Rheinland 2025

Zu einer Zeitreise durch Jahrmillionen laden die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur vom 27. März bis zum 30. August ein – mit Fundstücken von der frühen Erdgeschichte bis zum Zweiten Weltkrieg. In der Sonderausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ präsentiert das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland herausragende Funde des vergangenen Jahres und neueste archäologische Forschungsergebnisse.

„Wir freuen uns sehr, dass die renommierte Ausstellung in diesem Jahr erstmalig auch zu uns kommt“, sagt Dr. Silva Bruder, Leiterin der Römerthermen Zülpich. Zuvor seien die Funde im LVR Landesmuseum Bonn zu sehen gewesen. „Für Zülpich wurden weitere, spannende Stücke ergänzt“, so Bruder weiter.

In der Schau erzählen beispielsweise Fossilien aus dem Bergischen Land von einer Zeit, als hier ein warmes, tropisches Meer wogte. Liebevoll ausgewählte Grabbeigaben aus dem Kreis Wesel erinnern an den früh verstorbenen Römerjungen Neuto und der Befund einer gründerzeitlichen Fabrik im Duisburger Dellviertel belegt, dass dort einst Ultramarinblau als synthetisches Farbpigment hergestellt wurde. Zu den bedeutenden Befunden in der Ausstellung gehören auch jüngere Artefakte, etwa aus dem Weltkriegsschutt vom Kölner Heumarkt oder die Hinterlassenschaften eines 1943 abgestürzten Flugzeuges der Royal Air Force aus dem Vorfeld des Tagebaus Hambach.

„Ein herausragendes Objekt, das hier in Zülpich zum ersten Mal überhaupt präsentiert wird, ist ein Kampfhelm aus dem 15. Jahrhundert, der erst im vergangenen Jahr bei Schloss Burg ausgegraben wurde. Unsere Spezialist*innen konnten die Restaurierung gerade noch rechtzeitig für die Eröffnung fertigstellen“, berichtet Prof. Dr. Michael Schmauder, Abteilungsleiter für Bestandspflege und Sammlungserschließung am LVR-Landesmuseum Bonn.

„Die ausgewählten Fundstücke zeigen die Vielfalt des rheinischen Kulturerbes aus vielen Jahrtausenden sowie den Wandel der Landschaft über Jahrmillionen hinweg“, sagt Dr. Erich Claßen, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. „Eine lokale Sensation für Zülpich ist die rund 6.000 Jahre alte Kupferbeilklinge aus dem Ortsteil Sinzenich – das bislang älteste Metallartefakt des Rheinlandes. Ein Zülpicher Bürger hat es buchstäblich um die Ecke gefunden.“

Die Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ ist in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturinstitutionen, Grabungsfirmen, Ehrenamtler*innen und Universitäten der Region unter der Leitung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland entstanden. Die Restaurierung der Exponate ist dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln und in großem Umfang dem LVR-Landesmuseum Bonn zu verdanken. Die Wanderausstellung wurde vom 3. Februar bis 22. März im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigt und wird im Herbst 2026 von Zülpich weiter in das Römermuseum des LVR-Archäologischen Park Xanten reisen.

Allgemeine Informationen

  • Sonderausstellung Archäologie im Rheinland 2025 27. März–30. August 2026 Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur Andreas-Broicher-Platz 1 53909 Zülpich
  • Öffnungszeiten: Dienstag–Freitag 10:00–17:00 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage 11:00–18:00 Uhr Montags geschlossen
  • Eintritt (Dauer- und Sonderausstellung): Erwachsene 7,50 € | ermäßigt 6 € Gruppe ab 10 Personen 6 € Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

 

Quelle: Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur


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Autor(in): Autor/-in: Petra Grebe
Content-Redakteurin
www.standort-eifel.de · E-Mail: grebe@eifel.info · Telefon: 6551-96-56-0
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