“Mit unserem Framework-System setzen wir bundesweit Maßstäbe. Die neue Website www.eifel.info ist mobiloptimiert, nutzt erste KI-gestützte Anwendungen und entspricht modernsten Standards”, sagt Follmann. 2026 wird dieser Standard auf alle angeschlossenen Websites der lokalen Tourismusorganisationen ausgerollt. So entsteht eine starke, gemeinsame digitale Präsenz für die gesamte Eifel – mit klarer Nutzerführung, verbesserter Online-Buchbarkeit und hoher Sichtbarkeit.
Der Trend zur Online-Buchung ist ungebrochen – das belegen die aktuellen Buchungszahlen eindrucksvoll: Im vergangenen Jahr konnte der Gesamtumsatz auf 6,5 Millionen Euro gesteigert werden. Das entspricht einem Plus von rund 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Gesamtzufriedenheit unserer Gäste liegt bei der Schulnote 1,8 – das ist ein sehr starkes Ergebnis“, ergänzt Landrat Ramers. „Unsere Pluspunkte sind Natur, Wanderkompetenz, Unterkunftsqualität und echte Gastfreundschaft.“ Gleichzeitig zeigt die Befragung klare Entwicklungsfelder: Dazu zählen beispielsweise die Öffnungszeiten in der Gastronomie sowie wetterunabhängige Angebote.
Neue Angebote und Projekte im Tourismusjahr 2026
Mit neuen Angeboten startet die Eifel in das Tourismusjahr 2026. In Neuenburg entstand ein „Wander-Klettersteig“ mit sechs Kletterpassagen an ausgewählten Felspartien in und um Neuerburg, die eindrucksvollen Ausblicke auf Stadt, Burg und Natur eröffnen. Eine ca. 4,5 km lange Rundroute verbindet die einzelnen Abschnitte und verläuft sowohl durch das historische Städtchen als auch durch angrenzende Waldgebiete. “Die Schwierigkeitsgrade reichen von leichten bis zu anspruchsvolleren Abschnitten. Das ist super für Familien mit kleineren Kindern oder Gruppen, in denen nicht alle klettern wollen oder können, denn die Kletterpassagen können auch umwandert werden”, sagt Bürgermeisterin Krebs, die den Klettersteig selbst schon ausprobiert hat.
Das Projekt „Tourist-Informationen der Zukunft in der Nordeifel“ ist ein interkommunales Vorhaben unter Beteiligung von elf Städten und Gemeinden. Projektträger ist der Kreis Euskirchen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 3,47 Mio. Euro, davon werden 90 Prozent über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) in NRW gefördert. Die Umsetzung erfolgt bis Ende 2026. Ziel ist die zukunftsorientierte Neuausrichtung und Modernisierung der touristischen Anlaufstellen in der Region – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Landrat Ramers: “Es entsteht damit ein modernes, einheitliches und erlebnisorientiertes Netz touristischer Anlaufstellen, das analoge und digitale Elemente miteinander verbindet”.
Im Dezember 2025 fiel der Startschuss für den Bau der Radwegeverbindung Prüm-Gerolstein, dieses Jahr geht es in die Umsetzung. “Der geplante Radweg ist von großer Bedeutung für den touristischen und den Alltags-Radverkehr in unserer Region”, ist sich Landrätin Julia Gieseking sicher. Der Bund übernimmt für dieses Vorhaben rund 90 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 11,33 Millionen Euro. Rund 22 Kilometer wird der Weg lang sein, der auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft. Anbindung besteht an den Kyll-Radweg und an die Vennbahn.