
Mit dieser Artikelreihe beleuchten wir die die spannenden Inhalte des Sparkassen-Tourismusbarometers Rheinland-Pfalz 2025. Bis Mai 2026 erscheint monatlich ein Beitrag, der zentrale Ergebnisse zusammenfasst und deren Bedeutung für die touristische Praxis im Land einordnet.
Das Sparkassen-Tourismusbarometer dient als jährliches Frühwarn- und Orientierungssystem für die Tourismusbranche in Rheinland-Pfalz. Es zeigt Trends, Potenziale und Herausforderungen auf und gibt wichtige Impulse für Destinationen, Gastgeber und Freizeitanbieter.
Das Reiseverhalten der Gäste ist ein zentraler Erfolgsfaktor für den Tourismus in Rheinland-Pfalz. Ob Tagesausflug, Kurzurlaub oder längerer Aufenthalt – die Art und Weise, wie Menschen reisen, verändert sich kontinuierlich. Das Sparkassen-Tourismusbarometer 2025 liefert hierzu wichtige Erkenntnisse und zeigt, welche Nachfrageformen den Tourismus im Land aktuell prägen.
Tagesreisen bleiben ein wichtiger Bestandteil des Tourismus in Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig zeigt das Barometer, dass sich die Tagesreiseintensität 2024 unter dem langjährigen Normalniveau bewegte. Gründe dafür waren unter anderem ungünstige Witterungsverhältnisse, Extremwetterereignisse sowie eine insgesamt angespannte wirtschaftliche Stimmung.
Besonders deutlich wird: Tagesausflüge reagieren sensibel auf äußere Einflüsse. Wetter, Preise und kurzfristige Rahmenbedingungen spielen eine größere Rolle als bei längeren Urlaubsreisen.

Neben Tagesreisen gewinnen Kurzurlaube und Wochenendtrips weiter an Bedeutung. Rheinland-Pfalz profitiert hier von seiner guten Erreichbarkeit, der Nähe zu großen Ballungsräumen und einem vielfältigen Angebot aus Natur-, Genuss- und Kulturerlebnissen.
Die Ergebnisse des Barometers zeigen, dass Kurzurlaube und Tagesreisen eine zentrale Rolle spielen und sich Rheinland-Pfalz weiterhin als Kurzreiseziel positioniert. Der klassische Wochenendtrip bleibt damit ein stabiler Nachfragebaustein – insbesondere in Regionen mit klaren Profilen und gut kombinierbaren Angeboten.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2024 weiterhin bei 2,6 Tagen. Damit bestätigt sich Rheinland-Pfalz als klassisches Kurzreiseziel. Unterschiede zwischen den Regionen bleiben bestehen: Während im Naheland und im Lahntal längere Aufenthalte verzeichnet werden, sind Städte und urban geprägte Regionen stärker durch Kurzaufenthalte geprägt.
Für Destinationen bedeutet dies, dass zusätzliche Erlebnisse und Angebotsbausteine entscheidend sind, um Gäste zu einem längeren Aufenthalt zu motivieren.
Ein zentrales Ergebnis des Barometers ist die weiterhin ausgeprägte Saisonalität. Rund zwei Drittel aller Übernachtungen entfallen auf das Sommerhalbjahr. Wetterabhängige Reiseformen wie Tagesausflüge verstärken diese Entwicklung zusätzlich.
Die Herausforderung für viele Regionen bleibt daher, attraktive Angebote in der Neben- und Zwischensaison zu schaffen und diese sichtbar zu kommunizieren.
Das Reiseverhalten der Gäste bleibt im Wandel. Tagesreisen, Kurzurlaube und flexible Reiseformen prägen den Tourismus in Rheinland-Pfalz zunehmend. Für Destinationen und Betriebe ergeben sich daraus Chancen, wenn Angebote klar positioniert, gut kombinierbar und ganzjährig attraktiv gestaltet werden.
Der nächste Artikel der Themenreihe zur wirtschaftlichen Lage im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe, erscheint Mitte Februar zum Thema Freizeitwirtschaft und Kulturangebote.