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8. Dezember 2025

Nachfrageentwicklung von Januar bis September – Rheinland-Pfalz mit Übernachtungszuwachs

17,9 Millionen Gästeübernachtungen in Rheinland-Pfalz zwischen Januar und September 2025

Die Gästeankünfte und Übernachtungszahlen in den gewerblichen Betrieben mit zehn und mehr Schlafgelegenheiten in Rheinland-Pfalz sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erneut gestiegen. Die Zahl der Gäste wuchs um 2,1 % auf 6,9 Millionen, die der Übernachtungen um 1,3 % auf 17,9 Millionen. Damit belegte Rheinland-Pfalz im Bundesländerranking den fünften Platz und war nur noch 1,3 % vom Übernachtungsniveau des Jahres 2019 entfernt. Bundesweit blieben die Übernachtungszahlen zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahr stabil. Besonders dynamisch entwickelten sich das Saarland (+3,8 %) sowie die Stadtstaaten Bremen (+3,4 %) und Hamburg (+2,1 %).

 

Incomingmarkt mit Rückgängen

Rund 3,9 Millionen Übernachtungen in Rheinland-Pfalz und damit 1,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum stammten in den ersten neun Monaten von Gästen aus dem Ausland. Die Übernachtungszahlen aus dem Top-Quellmarkt Niederlande lagen nach Rückgängen im Vorjahr um 2,1 % im Plus. Die Zahlen aus dem zweitwichtigsten Quellmarkt Belgien blieben nahezu stabil. Deutliche Einbrüche gab es jedoch aus dem britischen (-6,8 %) und dem US-amerikanischen Markt (-15,9 %). Die Nachfrage aus Österreich (-7,6 %) und Frankreich (-2,0 %) entwickelte sich ebenfalls rückläufig. Aus dem Schweizer Markt gab es ein Übernachtungsplus von 2,8 %.

 

Rückgänge zwischen Juli und September

Die Sommermonate Juli bis September verliefen für den Rheinland-Pfalz-Tourismus durchwachsen. Im Juli gab es einen Übernachtungsrückgang von 1,2 %. Ferienzentren waren hier mit -13,7 % besonders deutlich im Minus. Im August (-0,3 %) und im September (-0,6 %) wurde das Vorjahresniveau nur knapp verfehlt. Im August retteten die Campingplätze das Ergebnis. Im September kamen auch die Ferienzentren wieder in Schwung.

 

Sieben Regionen mit Übernachtungszuwächsen, Städte ambivalent

Sieben von zehn Regionen vermeldeten in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ein Übernachtungsplus. Mit 15,5 % mehr Übernachtungen war es erneut die Region Ahr, die die höchsten Zuwächse vermeldete. Auf den Plätzen zwei und drei lagen die Region Mosel-Saar (+3,1 %) und die Eifel (+2,7 %). In Rheinhessen, dem Westerwald, dem Mittelrheintal und dem Lahntal lag das Übernachtungsplus zwischen 0,7 und 1,8 %. Rückläufige Übernachtungszahlen vermeldeten das Naheland (-2,1 %), die übernachtungsstarke Pfalz (-2,4 %) und der Hunsrück (-2,6 %).

 

Die Übernachtungsentwicklung in den Städten der Städtekooperation Rheinland-Pfalz verlief sehr heterogen. Die Übernachtungsnachfrage in Idar-Oberstein legte um rund ein Fünftel zu. Auch Worms (+8,2 %) und Speyer (+6,0 %) waren deutlich im Plus. Koblenz (-0,6 %) und Trier (-1,2 %) verfehlten das Vorjahresergebnis knapp. Für Mainz wurden seitens der amtlichen Statistik keine Veränderungsraten ausgewiesen.

 

Camping mit deutlichem Zuwachs, Ferienzentren/-häuser/-wohnungen im Minus

Die positivste Entwicklung unter den Betriebstypen gab es in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 im Campingsegment, welches rund ein Fünftel aller Übernachtungen generierte. Mit +14,9 % konnten die Rückgänge aus dem Vorjahr mehr als kompensiert werden. In den Sommermonaten waren der Juni und der Juli in diesem Segment besonders stark. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Vorsorge- und Rehakliniken (+3,8 %) sowie die Gruppenunterkünfte (+1,6 %). In der Hotellerie lagen die Übernachtungszahlen um 1,7 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Während die Hotels nur geringe Rückgänge (-0,6 %) vermeldeten, lagen die Verluste bei den Gasthöfen (-4,5 %) und Pensionen (-7,5 %) höher. Die Nachfrage in den Ferienzentren/-häusern/-wohnungen lag 4,3 % vom Vorjahresniveau entfernt. Während im Juni noch ein Plus erzielt wurde, gab es in den Monaten Juli und August deutliche Verluste. Im September konnten zumindest die Ferienzentren das Vorjahresniveau wieder übertreffen.

 

 



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