©Quelle: Nationalparkverwaltung EifelAm Sonntag den 21. September findet bundesweit der diesjährige „Tag des Geotops“ statt: Zusammen mit dem Geologischen Dienst NRW lädt die Nationalparkverwaltung Eifel für diesen Tag zu einer besonderen Wanderung ein: An der Seite eines Geologie-Experten und eines Nationalpark-Rangers gibt es exklusive Einblicke in die Erd- und Landschaftsgeschichte des besonderen Naturschutzgebiets.
Der etwa fünfstündige Spaziergang verläuft entlang sich frei entwickelnder Waldwildnis und entlang der Spuren eines Meeres, das sich dort vor rund 400 Millionen Jahren erstreckte. Felsen aus dem Erdzeitalter des Unterdevons begleiten dabei die Wandergruppe. Diese Gesteine entstanden aus den Ablagerungen eines flachen, warmen Meeres. Sie wurden versenkt, durch Druck und Hitze zu Gestein umgewandelt und später gefaltet. Hebungsprozesse brachten sie schließlich wieder an die Erdoberfläche.
Höhepunkt der Wanderung ist eine steile Felswand am Ufer des Urftstausees – direkt gegenüber von Vogelsang. Sie wurde durch den jahrzehntelangen Schießbetrieb des belgischen Militärs auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang freigelegt. Dort zeigen spektakuläre Falten im Gestein, wie das Gebirge entstanden ist.
Die kostenfreie Wanderung ist auch für Kinderwagen und geländegängige Rollstühle geeignet. Wer vom Endpunkt nicht auf kürzestem Weg zurück nach Gemünd wandern möchte, kann über die Victor-Neels-Brücke und einen steilen Anstieg nach Vogelsang zurückkehren. Von dort fährt die Buslinie „Nationalpark-Shuttle“ (SB 82) zurück nach Gemünd.