27. September 2022

Halbjahresbilanz 2022: starke Zuwächse, trotzdem noch unter Vorkrisenniveau

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz hat im ersten Halbjahr 2022 insgesamt starke Zuwächse gegenüber den Vergleichsperioden 2020 und 2021 erzielt. Trotzdem liegen die Zahlen noch deutlich unter den Vergleichszahlen von 2019.
Von Januar bis Juni kamen rund 3,3 Millionen Gäste nach Rheinland-Pfalz, die rund 8,7 Millionen Übernachtungen generierten. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stiegen damit die Ankünfte um 222 %, die Übernachtungen um 152 %. Dabei stiegen die Übernachtungen ausländischer Gäste mit einem Plus von 345 % noch deutlicher als die Übernachtungen inländischer Besucher (+ 130 %).
Im Vergleich zum Vorkrisenniveau liegen die Ankünfte im ersten Halbjahr 2019 18,2 % unter 2019, wobei die Ankünfte der Gäste aus dem Ausland mit -32,3 % deutlich hinter den Ankünften deutscher Gäste liegen (-14,7%).
Etwas besser sieht es bei den Übernachtungen aus: Insgesamt besteht noch ein Minus von 12,7 % (aus Deutschland -9,3 sowie aus dem Ausland -25,6 %). Diese Zahlen beinhalten auch die negative Entwicklung der Region Ahrtal im ersten Halbjahr 2022 aufgrund der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021.

Rheinland-Pfalz im Bundesländervergleich
Vergleicht man die Entwicklung von 2019 bis 2022 in Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Zahl der Übernachtungen (-12,7 %) mit dem Bundesdurchschnitt (-15,6 %), positioniert sich Rheinland-Pfalz trotz der Auswirkungen der Flutkatastrophe im Ahrtal 2022 besser als Gesamtdeutschland. Spitzenreiter in der Betrachtung der Übernachtungen zu 2019 ist Schleswig-Holstein, die im ersten Halbjahr 2022 sogar ein Plus von 4,4 % erzielen konnten.

Ein Blick in die Regionen: starke Zuwächse bei fast allen Regionen
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konnten im ersten Halbjahr 2021 alle Regionen mit Ausnahme der Ahr gegenüber 2021 starke Zuwächse erzielen.
Am besten entwickelten sich die Übernachtungszahlen im Rheintal und in der Region Mosel-Saar.

Aufenthaltsdauer und Betriebsart
Die Aufenthaltsdauer in Rheinland-Pfalz ist nach einem Zwischenhoch 2021 von 3,4 Tagen 2022 mit 2,6 Tagen fast wieder auf Vorkrisenniveau gesunken (2,5 Tage). Deutschlandweit fiel die Aufenthaltsdauer aller Gäste nach 3,7 Tagen (2021) wieder auf 2,8 Tage. Eine besonders lange Aufenthaltsdauer verzeichnen weiterhin vor allem die Küstenbundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit 4,1 bzw. 4,0 Tagen.
Zuwächse fielen bei der Betriebsart der Ferienzentren (+ 485 %) sowie der Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime mit 373 % besonders positiv aus, da sie von der Pandemie besonders stark betroffen waren. Immer noch stark aber weit weniger spektakulär waren die Zuwächse der Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie der Camping- und Reismobilplätze (+ 95 % bzw. +122%).

 

 

Quelle: Statistisches Landesamt  Rheinland-Pfalz, Bad Ems, 2019, 2021 und 2022; Statistisches Bundesamt (Destatis), 2019, 2021 und 2022

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