27. Oktober 2021

Mühlsteinrevier RheinEifel auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Den Titel UNESCO-Weltkulturerbe können Stätten von global einzigartiger Bedeutung und Historie tragen. Die Bewerbung des Mühlsteinreviers in der östlichen Eifel um diese Auszeichnung wird vom Land Rheinland-Pfalz bei der Kultusministerkonferenz unterstützt.

Mendig. Es ist ein erster, wenngleich wichtiger Erfolg für das Mühlsteinrevier RheinEifel, welches das Mayener Grubenfeld, die Ettringer Lay, das Kottenheimer Winfeld, die Lavakeller in Mendig sowie den Hafenbezirk von Andernach umfasst: Es erhält die offizielle Empfehlung der Landesregierung im Rennen um den UNESCO-Welterbetitel. Damit positionierte sich das Mühlsteinrevier für die Kultusministerkonferenz, die bis März 2023 alle in Deutschland eingereichten Bewerbungen bewertet und über eine so genannte Tentativliste entscheidet, die 2024 bei der UNESCO eingereicht wird. Ab 2025 kann es dann die Nominierungen für die weltweit begehrte Auszeichnung geben.

Das Mühlsteinrevier RheinEifel bietet mit imposanten Steinbrüchen, Gruben, und Abbauwänden einzigartige Zeugnisse, wie der Mensch seit Jahrtausenden den Eifelvulkanismus nutzt. Das Römerbergwerk in Kretz beispielsweise dokumentiert eine zweitausendjährige Geschichte der Verwendung der regionalen Bodenschätze. Innenminister Roger Lewentz begründete die Entscheidung für das Revier: „Es ist weltweit eines der seltenen Beispiele, bei eine römische, mittelalterliche und neuzeitliche Produktionsgeschichte in ihren Auswirkungen auf kulturelle und umweltbezogene Faktoren bis heute verfolgt werden kann.“ Die Herstellung von Mühlsteinen und deren Fernhandel ist auf einzigartige Weise offenbar und weist auf eine einzigartige Tradition der Verwendung von Basaltlava in der Region hin.

Frank Neideck von der bei der VG Mendig angesiedelten Geschäftsstelle Mühlsteinrevier RheinEifel ist froh: „Wir haben uns vor 6 Jahren auf den Weg gemacht, als Welterbe anerkannt zu werden. Es geht um die 7.000-jährige Geschichte der Mühl- und Mahlsteinproduktion, die hier lückenlos belegt werden kann. Das Land hat diese Geschichte gewürdigt und schickt uns auf Bundesebene weiter. Ich denke nicht nur für uns ein Etappenerfolg, sondern auch für unsere Heimat, die Eifel.“

Kontakt und weitere Informationen:
Frank Neideck
Geschäftsstelle Mühlsteinrevier RheinEifel
Verbandsgemeinde Mendig
Marktplatz 3, 56743 Mendig

E-Mail: f.neideck.vg@mendig.de – www.mendig.de

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Kommentare




  1. Andreas Junglas sagt:

    Bitte korrigieren: Das Römerbergwerk in Krezt => Kretz

  2. Andreas Junglas sagt:

    Jetzt sieht das doch sehr gut aus. Hoffentlich erwächst daraus weiterer Schwung für das ganze Projekt. Freundlicher Gruß nach Mendig

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