28. Juni 2021

DTV erstellt Leitfaden: Chancen im MICE-Geschäft

© Adobe Stock / Juergen Nowak

Auch wenn der Deutschlandtourismus wieder anläuft, wird die Corona-Pandemie mittelfristig die Rahmenbedingungen für das MICE-Geschäft, und damit den Städtetourismus, verändern. In diesem Zuge  hat die Unterarbeitsgruppe „Stadt & Land“ der AG Zukunftsentwicklung den

» Leitfaden „Neue Formen von Arbeit & Freizeit: Chancen für den Tourismus in der Stadt und auf dem Land“

erarbeitet.

Anne-Sophie Krause, DTV-Koordinatorin der Arbeitsgruppe, stellt das Projekt vor:

Frau Krause, warum wurde der Leitfaden auf den Weg gebracht?
Die Krise hat die ursprünglichen Pläne der AG Zukunftsentwicklung auf den Kopf gestellt. Waren die Städte zuvor die Treiber der Tourismusentwicklung, sind sie jetzt, vor allem im Zusammenhang mit Geschäftsreisen, in einer schwierigen Situation. Vor diesem Hintergrund haben wir die Unterarbeitsgruppe „Stadt & Land“ gegründet, um umzudenken und neue Potentiale auszuloten. Denn eines ist klar: Besonders im MICE-Segment ist die Vernetzung von Stadt und Umland jetzt wichtiger denn je.

Wie kann diese Vernetzung aussehen?

Im Kern geht es darum, verschiedene Akteure zusammenzubringen, um neue Angebote zu entwickeln. Zum Beispiel ein städtisches Tagungshotel, das für seine Gäste ein Rahmenprogramm im Grünen mit Kanuanbietern, Kletterparks oder Gasthäusern anbieten möchte. Diesen Austausch sollten die DMOs organisieren, indem sie Plattformen schaffen, auf denen die Akteure das touristische Angebot der benachbarten Region kennenlernen. Nur wer weiß, welche Möglichkeiten es gibt, kann neue Produkte kreieren und verkaufen. Ein Stück weit heißt das natürlich, dass man sich das Geschäft teilt, aber ohne den Partner im Umland wäre es vielleicht gar nicht zustande gekommen. Zum anderen ergeben sich mit Coworking oder „Tagen im Grünen“ auch auf dem Land selbst neue Perspektiven für den Geschäftsreisetourismus. Voraussetzung für diese Entwicklung ist allerdings die Online-Buchbarkeit der einzelnen Freizeit- und Outdoorerlebnisse für die Veranstaltungsorganisation. Dabei sollten die DMOs kleinere Anbieter unterstützen.

Wie geht es mit dem Thema weiter?
Unser Leitfaden ist zunächst als Denkanstoß für die Branche zu verstehen. Wir möchten eine Diskussion anregen und freuen uns auf Feedback aus den Regionen. Ist Tagen im Grünen ein Thema? Gibt es bereits gute Beispiele für erfolgreiche Kooperationen? Der Leitfaden soll in einer schwierigen Zeit für den Städtetourismus Inspirationen liefern und stetig weiterentwickelt werden. Wir wissen, dass es mit neuen Denkansätzen nicht getan ist, aber es ist ein Anfang. Darüber hinaus setzen wir uns mit der AG Tourismuspolitik beim Bund dafür ein, Förderprogramme für den Städtetourismus aufzulegen. Zudem unterstützt der DTV den » Best-Practice-Projektpool „Stadtimpulse“ von HDE, Deutschem Städte- und Gemeindebund, Deutschem Städtetag und bcsd. Andere Aspekte der Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns aber auch in den anderen beiden Unterarbeitsgruppen „Nachhaltigkeit“ und „Mobilität“ beschäftigen.

Quelle: Newsletter Deutscher Tourismusverband (DTV)

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