8. Juni 2021

Stimmung im Gastgewerbe weiter angespannt

© Adobe Stock

Fast jeder zweite Betrieb bangt weiter um Existenz

Trotz Lockerungen blicken viele Betriebe im Gastgewerbe sorgenvoll in die Zukunft. Knapp 61 Prozent der Unternehmen sehen aufgrund der Corona-Auflagen wie Testpflicht, Kontaktbeschränkungen und Abstandsgeboten nur schwer eine Perspektive, rentabel wirtschaften zu können, wie aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband) hervorgeht, die am 7. Juni veröffentlicht wurde. Fast 46 Prozent bangen demnach weiter um ihre Existenz.

Der Dehoga hofft zwar angesichts sinkender Inzidenzen und damit verbundener Lockerungen der Auflagen auf eine Besserung der Situation. Trotzdem benötige die Branche weiter Unterstützung: Aufgabe der Politik ist es jetzt, für dauerhafte Öffnungen zu sorgen, ausreichend Impfstoff bereitzustellen sowie für die Betriebe, die noch nicht öffnen dürfen beziehungsweise weiter Umsatzeinbußen von 30 Prozent und mehr zu verkraften haben, die Überbrückungshilfe III bis Jahresende zu verlängern“, erklärte Verbandspräsident Guido Zöllick. Dies betreffe insbesondere die Stadt- und Tagungshotellerie sowie den gesamten Bereich der Eventgastronomie, da Veranstaltungen nur unter hohen Auflagen und mit Teilnehmerbegrenzungen durchgeführt werden können.

Insgesamt verbuchten die Betriebe im Mai einen Umsatzverlust in Höhe von 67,8 Prozent im Vergleich zum Mai im Vorkrisenjahr 2019. In großen Städten mit über 500.000 Einwohnern sah die Lage noch dramatisch aus: 76,2 Prozent betrug hier das Minus. Bei vielen Betrieben stehen zudem noch immer die Hilfszahlungen aus: Gut 9 Prozent der Betriebe warten noch auf die vollständigen Novemberhilfen, gut 8 Prozent auf die Dezemberhilfen und bei fast 73 Prozent sind die Überbrückungshilfen III bislang nicht ausgezahlt worden.

Sorgen bereitet zudem fehlendes Personal. Fast 30 Prozent der Betriebe, die aktuell noch nicht öffnen, begründen dies mit fehlenden Mitarbeitenden. Gut 42 Prozent der Betriebe beklagen der Wechseln von Mitarbeitenden in andere Branchen.

An der Umfrage, die zwischen dem 1. und 6. Juni stattfand, beteiligten sich 5.640 gastgewerbliche Betriebe in Deutschland.

Die gesamte Pressemitteilung: www.dehoga-bundesverband.de

Quelle: Tourismus NRW e.V., Tonia Haag

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