6. Mai 2021

DTV fordert einheitliche Öffnungen für Tourismus – Die Vizepräsidentin des Verbandes, Döll-König, nimmt Stellung im Tourismusbeirat der Bundesregierung.

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Stellungnahme im Tourismusbeirat der Bundesregierung

Nach den angekündigten Öffnungsschritten für die Tourismusbranche in einzelnen Bundesländern fordert der Deutsche Tourismusverband (DTV) einheitliche Regelungen für ganz Deutschland. Bund, Länder und die Branche sollten „jetzt zügig eine einheitliche Öffnung für den Tourismus vereinbaren“, erklärte DTV-Vizepräsidentin und Tourismus-NRW-Geschäftsführerin Dr. Heike Döll-König am 6. Mai bei einer virtuellen Sitzung des Tourismusbeirats der Bundesregierung, an der unter anderem der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, teilnahm.

Die Öffnungsentscheidungen von zunächst Bayern und Niedersachen seien positiv zu bewerten, insbesondere, dass die Bundesländer keine Differenzierung zwischen den Beherbergungsarten vornähmen, sondern die ganze Angebotsbreite an touristischen Übernachtungen wieder ermöglichen wollten, sagte Döll-König. Dies entspreche den Forderungen der Branche. Wichtig sei jedoch auch, dass es keinen innerdeutschen Flickenteppich, sondern einheitliche Grundlagen für die Öffnungen gebe. Dazu gehörten beispielsweise einheitliche Teststandards oder einheitliche Regelungen bei Belegungskapazitäten.

Zugleich erneuerte Döll-König die Kritik des DTV an der Bundesnotbremse – nicht wegen der Intention, die Infektionszahlen zu senken, wie sie betonte. Das Gesetz stelle den Tourismus jedoch unter Generalverdacht, ohne nachvollziehbare Begründungen zu liefern.

Wissenschaftliche Begleitung von Modellprojekten

Mit Blick auf laufende Modellprojekte erklärte Döll-König, diese unterstütze der DTV sehr. Sie hätten „eine wichtige Brückenfunktion hin zur vollständigen Öffnung der Betriebe“. Denn sie zeigten, unter welchen konkreten Bedingungen sicherer Tourismus in seiner Vielfalt möglich sei. Die Projekte müssten fortgeführt und ausgewertet werden. Wichtig sei dabei eine wissenschaftliche Begleitung, die das center for innovation & sustainability in tourism (c.i.s.t.) und der DTV beim Bundeswirtschaftsministerium beantragt hätten. Dies werde zu einer schrittweisen und sicheren Öffnung der Betriebe beitragen.

Den Vorschlag des Tourismusbeauftragten, eine bundesweit verbindliche Sicherheitszertifizierung einzuführen, begrüßte Döll-König. Die Branche wolle zeigen, dass Deutschland für sicheres Reisen stehe und dies auch für den Gast sichtbar machen. Zentrales Anliegen der Branche sei aber auch die Nationale Tourismusstrategie. Diese müsse wie versprochen noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden.

Quelle: Tourismus NRW e.V., Tonia Haag

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