10. Februar 2021

Corona beschert Tourismuswirtschaft hohe Milliardenverluste – Dwif-Consulting nennt erstmals Zahlen für das Gesamtjahr 2020

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Übernachtungs- und Tagestourismus gleichermaßen betroffen

Dass die Corona-Pandemie dem Tourismus stark zusetzt, ist nichts Neues. Dwif-Consulting nennt nun jedoch erstmals Zahlen für das Gesamtjahr 2020: Danach verbuchten allein die Destinationen in Deutschland zwischen März und Dezember Umsatzverluste von fast 69 Milliarden Euro.

Der größte Anteil von fast 51 Milliarden Euro entfiel dabei auf die Lockdown-Monate März bis Mai sowie November und Dezember, aber auch zu Zeiten, als vieles geöffnet war, liefen die Geschäfte alles andere als normal – die Umsatzausfälle zwischen Juni und Oktober summierten sich auf fast 18 Milliarden Euro.

Über die Gesamtzeit hielten sich die Rückgänge im Tages- und Übernachtungstourismus etwa die Waage: Einem Minus von 34,7 Milliarden Euro im Übernachtungssegment stand ein Minus von 34 Milliarden Euro im Tagestourismus gegenüber. Die Zahl der gewerblichen Übernachtungen ging allein zwischen Januar und November verglichen mit den Vorjahresmonaten um etwa 169 Millionen zurück.  Überdurchschnittlich verloren haben dabei die Städte. Insgesamt wirkten sich Leisure-Tourismus und Inlandsnachfrage zwar stabilisierend aus, doch die Ausfälle unter anderem bei Geschäftsreisen und im Incoming-Segment konnten sie nicht kompensieren.

Neben Beherbergungsbetrieben, darunter insbesondere Hotels und Gruppenunterkünfte, sowie der Gastronomie hat auch die Freizeitwirtschaft massiv gelitten im vergangenen Jahr. So gingen etwa die Besucherzahlen bei Stadtführungen im Gesamtjahr verglichen mit dem Vorjahr um über 70 Prozent zurück. Burgen und Schlösser verzeichneten rund 43 Prozent weniger Besucher, bei Landschaftsattraktionen waren es immerhin noch gut sechs Prozent. Tagesausflüge mit den Aktivitäten Wandern oder Radfahren verzeichneten hingegen 2020 einen absoluten Nachfragezuwachs von 25 Prozent. Die Verschiebung mindert auch die Wertschöpfungseffekte.

Weitere Zahlen und Fakten, aber auch Handlungsempfehlungen für Betriebe und Destinationen hat das dwif im Corona-Kompass zusammengestellt: https://www.dwif.de/corona-kompass.html

Quelle: Tourismus NRW, Tonia Haag

 

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