19. November 2020

NRW Tourismus: Neue Erkenntnisse über Auswirkungen der Corona-Pandemie

© Eifel Tourismus - D.Ketz

NRW besonders getroffen – aber es gibt einen Lichtblick

Im zweiten Update seines Living Papers zur Corona-Krise bietet Tourismus NRW neue Erkenntnisse über die Auswirkungen der Pandemie auf den Tourismus in Nordrhein-Westfalen. So können etwa weder in Nordrhein-Westfalen noch in Deutschland Krisengewinner ausgemacht werden. Vielmehr gibt es lediglich Destinationen, die weniger hart von der aktuellen Krise getroffen wurden.

Insgesamt verbuchten die deutschen Destinationen nach exklusiven Berechnungen von dwif-Consulting allein zwischen März und August 2020 Umsatzausfällen in Höhe von 46 Milliarden Euro.  Leisure-Tourismus und Inlandsmärkte wirkten zwar stabilisierend, konnten die Ausfälle unter anderem bei Geschäftsreisen und im Incoming-Segment jedoch bei weitem nicht ausgleichen.

Nordrhein-Westfalen trifft die Krise dabei besonders, denn in Normaljahren sind Städtereisen sowie Event- und Veranstaltungsreisen die Hauptmotive für knapp 50 Prozent der Urlaubsreisen nach Nordrhein-Westfalen. Bei 45 Prozent aller Urlaubsreisen ist der Besuch von Events und Veranstaltungen eine zentrale Aktivität. Auch vor dem zweiten Lockdown fielen diese Anlässe und Motive jedoch größtenteils weg. Hinzu kommt, dass die beiden für NRW wichtigen Segmente des Geschäftsreisetourismus und des Incoming-Tourismus nahezu zum Erliegen gekommen sind.

Ein Lichtblick: Die Kommunikation rund um die Rauszeitlust-Kampagne wirkt offenbar. Nordrhein-Westfalen war noch nie so sehr im Fokus der Deutschen bei Inlandsreisen wie im September 2020. Im Wettbewerb mit anderen Bundesländern konnte sich NRW besonders stark verbessern. Die Kampagne konnte das Reiseland Nordrhein-Westfalen also stärker auf den Radar der Deutschen bringen.

Weitere Erkenntnisse und wichtige Handlungsempfehlungen, unter anderem auch zum Thema Tourismusfinanzierung, gibt es im Living Paper:  www.touristiker-nrw.de.

Quelle: Tourismus NRW e.V., Tonia Haag

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Kommentare




  1. Rainer Wiertz sagt:

    Wir haben eine Ferienwohnung am Nationalpark Eifel, nach biologischen Prinzipien gebaut, Nutzung regenerativer Energien und großem Permakulturgarten. Die war in der Zeit zwischen den beiden „lockdown“ permanent belegt. Viele Gäste waren noch nie in der Eifel und wollten eigentlich zum Mittelmeer oder anderswo weit weg. Wir haben im Jahresschnitt keinen Verlust. Wir hoffen, dass sich im Reiseverhalten grundsätzlich etwas ändert und die ökologisch orientierten Betriebe profitieren werden, bzw. überleben können.

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Autor(in)

Stephan Kohler
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