10. März 2020

Tourismusbilanz 2019: sechstes Jahr in Folge mit Steigerungen der Gäste-/Übernachtungszahlen im Tourismus in Rheinland-Pfalz

Übernachtungszahlen steigen stärker als Ankünfte
2019 war für den Tourismus in Rheinland-Pfalz erneut ein erfolgreiches Jahr, das sechste in Folge. Die Übernachtungszahlen entwickelten sich mit + 1,8 % auf 23,02 Millionen leicht positiver als im Vorjahr (+ 1,5 %). Dahingegen legten die Gästezahlen lediglich um 0,9 % auf 9,12 Millionen zu (2018: + 1,9 %). Der Inlandstourismus gewinnt, wie auch in den letzten Jahren, immer mehr an Bedeutung (+ 2,2 % bei den Übernachtungen). Die Übernachtungen ausländischer Besucher stiegen um 0,7 %, die Gästeankünfte veränderten sich nur leicht
um 0,1 %.

Rheinland-Pfalz im Bundesländervergleich

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern rangiert Rheinland-Pfalz mit einer Wachstumsrate von 1,8 % (ÜN) im Dynamikranking zusammen mit dem Saarland auf den hinteren Plätzen. Spitzenreiter mit einer zweistelligen Wachstumsrate von 10,4 % ist Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings ist der Wert mit Vorbehalt zu betrachten, da er hauptsächlich auf eine Ausweitung des Berichtskreises zurückzuführen ist. Danach folgen Bremen (+ 8,7 %) und Hamburg (+ 6,2 %). Überdurchschnittlich gut mit einem Wachstum von 5 % schnitten auch Sachsen-Anhalt und Thüringen ab, die 2019 mit dem Bauhaus-Jubiläum für verstärktes Interesse sorgten. Im Bundesdurschnitt wurde ein Wachstum von 3,2 % (Gäste) und 3,7 % (Übernachtungen) erzielt.

In den obigen Zahlen sind die 2,85 Millionen Übernachtungen sowie die knapp 865.000 Gäste in Privatquartieren, die Rheinland-Pfalz im Gegensatz zu den anderen Bundesländern in seiner Statistik ausweist, nicht berücksichtigt. In allen folgenden Abschnitten werden die Zahlen inkl. Privatvermieter betrachtet.

Sieben von neun RLP-Regionen auf Wachstumskurs

Im Gegensatz zum Vorjahr durften sich 2019 anstatt vier sogar sieben Regionen über Zuwächse in der Übernachtungsstatistik freuen. Absoluter Spitzenreiter ist die Region Rheinhessen, die ihr negatives Ergebnis vom Vorjahr in ein Plus von 5,5 % umgekehrt hat. Dahinter folgen die Ahr (+ 3,9 %) und das Naheland (+ 3,1 %), die dem Abwärtstrend ebenso ein Ende setzen. Die Pfalz, das Rheintal, die Eifel und der Hunsrück folgen im Mittelfeld mit Wachstumsraten von 0,6 – 2,4 %. Der Spitzenreiter vom Vorjahr, die Region Mosel-Saar (- 1,8 %), und Westerwald-Lahn (- 0,3 %) haben hingegen leicht verloren.

Aufenthaltsdauer und Betriebsart
Die Aufenthaltsdauer lag 2019 wie auch in den Jahren davor unverändert bei 2,5 Tagen und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 2,6 Tagen. Die Hotels garni setzten 2019 ihren Wachstumskurs fort, indem sie ihr Ergebnis aus dem Vorjahr mehr als verdoppelten (+ 16,5 %). Dahinter folgten Ferienhäuser und -wohnungen, die ebenfalls einen großen Sprung von 1,5 % auf 11,2 % hinlegen sowie Ferienzentren mit 5,7 %. Der Wachstumstreiber vom Vorjahr, die Campingplätze, belegt mit 2,8 % nur noch Platz vier.

Entwicklung im Jahresverlauf

Nach rückläufigen Übernachtungszahlen im Januar und Februar konnten im März und April leichte Zuwächse erzielt werden, bevor es im Mai einen deutlichen Einbruch gab (- 10,2 %). Dieser wurde im Juni, mit + 13,4 % der stärkste Monat, direkt aufgefangen. In den weiteren Sommermonaten sowie im November und Dezember wurden leichte Zuwächse erzielt, während die Zahlen im September und Oktober leicht zurückgingen.

 

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