6. März 2020

Aktuelle Herausforderungen für den Deutschlandtourismus gemeinsam und geschlossen meistern

Berlin, den 05.03.2020. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 stellt unsere Volkswirtschaft vor Herausforderungen. Aber besonders deutlich ist schon jetzt der Deutschlandtourismus betroffen. Noch sind viele Fragen offen und ist das Ausmaß nicht abschließend klar.

Auch auf unser Drängen hin hat das Bundeswirtschaftsministerium die Spitzenverbände des Tourismus für den 9. März zu einem Runden Tisch eingeladen. Deswegen möchten wir Sie um Ihre aktuellen Einschätzungen aus dem Tagesgeschäft bitten, die wir in die Beratungen einbeziehen werden. Nehmen Sie dazu bitte an unserer > kurzen Blitzumfrage teil.

Aktuell steht fest:

1.    Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich auch in Deutschland weiter aus.

Laut der aktuellen Risikobewertung des Robert Koch-Instituts vom 2.3.2020 muss mit „einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland gerechnet werden“. Inzwischen sind in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als mäßig eingeschätzt. Eine weitere Ausbreitung des Virus in Deutschland ist jedoch wahrscheinlich. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Die EU-Gesundheitsagentur ECDC hat das Risiko durch das neue Coronavirus in der Europäischen Union von moderat auf hoch heraufgestuft. Die ersten der bisher in Deutschland bestätigten Patienten sind bereits wieder gesund und aus der Quarantäne entlassen. Todesfälle gibt es in Deutschland bisher keine.

2.    Das Coronavirus hat Auswirkungen auf den Tourismus in Deutschland.

Wir sagen klar: Die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen geht vor. Aber klar ist auch: Der Druck auf die gesamte Tourismusbranche ist enorm und betrifft inzwischen nicht nur die größeren Städte. Betroffen sind zahlreiche Akteure, von der Hotellerie und den Einzelhandel über die Mobilitätsanbieter bis hin zu Gästeführungen und Klassenfahrten. Der Incoming-Tourismus ist teilweise stark eingeschränkt und bei einzelnen Quellmärkten nahezu ganz zum Erliegen gekommen. Dies alles hat Folgen für unsere Mitglieder, für den Deutschlandtourismus und unsere Volkswirtschaft insgesamt.

3.    Der Informationsbedarf bei allen Akteuren und bei den Kunden ist hoch.

Wie hoch ist das Risiko, jetzt in Deutschland zu verreisen? Wer kommt für meinen finanziellen Schaden auf? Kann ich meine Reise kostenfrei stornieren? Alle touristischen Akteure erreichen in diesen Tagen diese und viele weitere Fragen. Es muss deshalb alles daran gesetzt werden, Vertrauen in das Reiseland Deutschland zu sichern und zu erhalten.

Was unternimmt der DTV als führende Stimme des Deutschlandtourismus?

Unser Ziel ist es, unaufgeregt, mit fundierten Sachinformationen und mit klaren politischen Forderungen die aktuelle Situation zu bestehen.

Dazu setzen wir auf folgende Maßnahmen:

Monitoring und Informationsaufbereitung: Der DTV verfolgt intensiv die aktuellen bundesweiten Entwicklungen hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf den Tourismusstandort Deutschland. Dazu steht der Verband in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und der Politik. Der DTV arbeitet die gewonnen Informationen zielgruppengerecht auf und aktualisiert sie regelmäßig. BItte geben Sie relevante Informationen deshalb auch an die DTV-Geschäftsstelle weiter.

Kommunikation: Der DTV gibt aktuelle Informationen zeitnah an seine Mitglieder und Kunden weiter und tauscht sich mit den anderen Akteuren im Deutschlandtourismus aus. Dazu arbeiten die Leitungsebenen und Pressestellen des DTV und seiner Mitglieder eng zusammen.

Politik: Der DTV bündelt gemeinsam mit den Partnerverbänden und weiteren Akteuren die Interessen des Tourismusstandortes Deutschland und adressiert sie an Bundesregierung und Bundestag. Geeignete Forderungen wird die Arbeitsgruppe Tourismuspolitik des DTV gemeinsam mit der DTV-Geschäftsstelle erarbeiten und mit dem Präsidium abstimmen.

Wir sehen uns einem herausfordernden Jahr gegenüber, das wir durch unsere gemeinsamen, geschlossenen Anstrengungen gut bewältigen werden.

Bitte leiten Sie uns ergänzend zur Umfrage aktuelle Probleme, Entwicklungen, Fragestellungen und Lageeinschätzungen weiter! Dies ist sehr wichtig für uns, um ein Gesamtbild der Auswirkungen zu erhalten.

 

Anbei leiten wir Ihnen die Info der Messe Berlin zur Rückerstattung der Standmiete und der Ausstellerausweise weiter: https://www.itb-berlin.de/Zusatzseiten/HealthInfo/

Die Deutsche Bahn bietet eine kostenlose Stornierung für DB-Fahrkarten zur ITB Berlin 2020 an. Die DB bittet darum, sich an die entsprechenden Verkaufsstellen oder im Falle von Onlinetickets per E-Mail unter Angabe des 6-stelligen alphanumerischen Codes an bahncorporate-online@bahn.de mit der Bitte zu wenden, die Fahrkarte aufgrund der Absage der ITB kostenlos zu stornieren.

Im Falle individueller wirtschaftlicher Hilfsanfragen wenden Sie sich bitte auch an Ihr für den Tourismus zuständiges Landesministerium. Dort wurden Hotlines eingerichtet. Aktuelle Hinweise zu Fördermöglichkeiten und Anlaufstellen hat das Bundeswirtschaftsministerium aufbereitet: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/altmaier-zu-coronavirus-stehen-im-engen-kontakt-mit-der-wirtschaft.html

Für Ihre Rückfragen, Anregungen und Hinweise stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Meyer                Norbert Kunz
Präsident                         Geschäftsführer

Absender:

kunz@deutschertourismusverband.de

Tel. 030 / 856 215-111
Fax 030 / 856 215-119

 

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Autor(in)

Klaus Schäfer
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