3. Juli 2019

Schmetterling des Jahres 2019 – der Schachbrettfalter

© Nationalparkverwaltung Eifel/ Dr. A. Pardey

Markanter Falter liebt blumenreiche Wiesen der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel

Schleiden-Gemünd, den 03.07.2019. Sonnige Tage im Nationalpark Eifel. Auf naturbelassenen Wiesen wimmelt es derzeit von Faltern und Insekten. Einer sticht besonders durch sein Schachbrettartiges Muster hervor. Die Vögel scheinen ihn als Beute nicht zu mögen. Es ist der Schachbrettfalter. Er wurde zum Schmetterling des Jahres 2019 ernannt.
Im Nationalpark Eifel ist der Schmetterling gut zu beobachten. Wie der Name schon vermuten lässt, fällt der Falter durch seine schwarz-weiße, schachbrettartige Musterung auf und ist dadurch kaum zu verwechseln.

Verbreitungskarte Schachbrettfalter Nationalpark Eifel

Gerade ist die beste Zeit den Schmetterling zu beobachten. Bis August fliegt der Falter noch. Der beste Ort zum Beobachten sind artenreiche Wiesen, Weiden und Säume. Idealerweise liegen diese Orte in der Sonne, denn in stark bewaldeten Gebieten fühlt sich der Falter nur in Bachtälern mit Offenlandlebensräumen oder auf pflanzenartenreichen Lichtungen wohl. Die erwachsenen Tiere saugen den lebenswichtigen Nektar bevorzugt an violett blühenden Pflanzen wie Flockenblumen oder Kratzdisteln. Diese pflanzenartreichen und naturbelassenen Gebiete findet der Schachbrettfalter im Nationalpark Eifel vor allem auf der Dreiborner Hochfläche, kommt jedoch im gesamten Nationalpark vor.

 

 

Ein Schachbrettfalter saugt Nektar aus einer Distelblüte auf der Dreiborner Hochfläche

Nicht nur für seine Ernährung sind blumenreiche und naturbelassene Wiesen wichtig. Die Weibchen benötigen auch für die Eiablage Gräser: Im Flug lassen sie ihre Eier in das Gras fallen, wo sich die nachtaktiven Raupen ungestört von den Gräsern, wie zum Beispiel dem Roten Straußgras, ernähren.
Der Schachbrettfalter wird in seinem Bestand gefährdet, wenn sich blumenreiche Wiesen durch Bewirtschaftung und damit einhergehende regelmäßige Mahd zu artenarmen Bereichen entwickeln. Dies und die fortschreitende Düngung von Flächen können den Falter in Zukunft in Schwierigkeiten bringen, sodass er in seiner Existenz bedroht wird. Daher ist der Schmetterling außerhalb des Nationalparks deutlich seltener zu entdecken.
Auf den Flächen des Nationalparks hat er jedoch nichts zu befürchten, sodass man ihn hier noch relativ häufig Beobachten kann. Von Vögeln hingegen wird der Falter gemieden, erscheint ihnen schlichtweg nicht zu schmecken. www.nationalpark-eifel.de

 

 

 

Kontakt:
Annette Simantke
Wald und Holz NRW
Nationalparkverwaltung Eifel
Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben
simantke@nationalpark-eifel.de

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