6. November 2017

Touristische Kooperation „Elzerland“ entfaltet erste Aktivitäten: Junglachse im Elzerland

© Stadt Mayen

Es ist ein großartiger Tag für alle Menschen im Elzerland und in der Eifelregion rund um Burg Eltz, dem Einzugsgebiet dieses vielleicht schönsten Wildbaches, der in die Mosel mündet. Als zu entwickelndes Lachsgewässer finanziert das Land Rheinland-Pfalz die Wiederansiedlung von europäischen Wildlachsen im Elzbach.

40.000 junge Wildlachse werden als Teil eines Artenschutzprojektes in der Elz eingesetzt. Graf Karl zu Eltz und Bürgermeister Albert Jung freuen sich gemeinsam, wenn die jungen Fische wieder heimisch werden und rund um Burg Eltz Wildlachse leben. Nicht nur die Besucher der Burg werden positiv auf diese Botschaft reagieren, auch für die Einheimischen ist das ein Grund zur Freude.

Die Salme, die früher alle größeren Nebenflüsse der Mosel zum laichen aufgesucht haben, könnten wieder heimisch werden. Bis in den Atlantik schwimmen die jungen Fische, werden dort geschlechtsreif und kehren hoffentlich zurück, um wieder in der Elz zu laichen. Dabei begegnen sie sehr vielen Gefahren. Nur ein Bruchteil wird den Weg in den Elzbach zurückfinden. Aber genau diese Lachse können den Bestand der Zukunft sichern. Daumendrücken ist angesagt, dass möglichst viele über Rhein und Mosel in den schönen Eifel-Wildbach zurückfinden. Das Haansche Wehr in Moselkern stellt im Moment eine noch nicht zu überwindende Barriere dar und muss noch fischgerecht umgestaltet werden. Daran arbeitet die SGD-Nord und die Kreisverwaltung Cochem-Zell. Die gesamten Oberlieger am Elzbach haben ein sehr großes Interesse an der Wiederansiedlung der Wildlachse, wissen auch Graf Karl zu Eltz und Bürgermeister Albert Jung zu berichten.

Andreas Frey vom Büro Frey-Wasseranalysen kontrolliert die Wasserqualität.

Die gesamte Auswilderung wurde fachlich begleitet von der SGD-Nord, der Arbeitsgemeinschaft Nette und dem Fischereiverband Mayen, dessen Geschäftsführer Jürgen Frechen selbst ein Stück Elz gepachtet hat und gemeinsam mit vielen Fischereipächtern sowie interessierten Menschen aus Naturschutz und der Region der Aktion beiwohnen. Andreas Frey vom Büro Frey-Wasseranalysen aus Ochtendung bestätigt der Elz vor Ort eine gute Wasserqualität, die für die europäischen Wildlachse Grundbedingung sind.

Die jungen Lachse, die eine Länge von 5-10 cm aufweisen, kommen aus Nordrhein Westfalen von einem auf Nachzucht von Lachsfischen spezialisierten Unternehmen – Aquakultur Dietmar Firzlaff. Mitarbeiter Jens Buttler fährt einen schweren Geländewagen mit Spezialanhänger, in dem die Lachse auf die Freiheit warten. Eine eingebaute Pumpanlage wirbelt das Wasser auf und versorgt die jungen Tiere reichlich mit Sauerstoff.

Herbert Schäfer, der Vorsitzende des Fischereiverbandes Mayen, legt große Sorgfalt an den Tag. Die Fische werden nicht einfach so in die Elz entlassen. Zuerst erfolgt ein sorgsamer Wasseraustausch im Spezialanhänger, damit die Fische sich an das Elzwasser gewöhnen können. Die Auswilderung ist dann einfacher als gedacht. In Eimern und offenen Behältern werden die Jungfische getragen und dann behutsam in die Strömung der Elz entlassen. Ganz vorsichtig und nicht in einem Zug senkt Christoph Geisbüsch seinen Eimer direkt unterhalb des Wasserfalls an der Pyrmonter Mühle und lässt ca. 300 junge Lachse frei. Diesen Abschnitt der Elz hat er als Fischer gepachtet. Einige Lachse sind sehr flink und suchen sofort Deckung. Andere verweilen und verteilen sich erst nach ein paar Minuten im Fluss. Bezaubernd ist die charakteristische Färbung der Tiere. Wunderschön anzusehen und smaragdgrün schimmern die Fische, die die neue Umgebung erst einmal sondieren und verharren.

Christoph Geisbüsch lässt die smaragdgrünen Junglachse ins Wasser.

Bürgermeister Albert Jung ist fasziniert von den Lachsen, die nur maximal 5-10 cm groß sind.

Albert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch, ist fasziniert von den Lachsen und meint: „Ein wirklich großartiger Tag, an dem sie wieder in diesem wunderbaren Fluss schwimmen. Ich denke alle Menschen in der moselnahen Eifel freuen sich heute über dieses Ereignis.“

Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis, der die touristische Kooperation Elzerland koordiniert, ist sich sicher, dass mit dieser Maßnahme die Wahrnehmung der Region als Naturlandschaft und der Status der Artenvielfalt in der Wahrnehmung der Menschen deutlich verstärkt wird.

Graf Karl zu Eltz ist begeistert von der Aussicht, dass die Elz wieder ein gesunder Lachsbach werden kann, sobald das Moselkerner Wehr dies nicht mehr verhindert. “Das Elzerland hat nicht nur Traumorte und unvergleichliche Landschaften, es heißt auch nach dem idyllischen und reinen Elzbach, der mit dem Lachs seine Ursprünglichkeit wiedererhält.“

Kontakt und weitere Informationen:
Jasmin Franz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stadtverwaltung Mayen
Rathaus Rosengasse
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Telefon 02651 88-2203 – E-Mail pressestelle@mayen.de

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