30. August 2017

Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt e.V. im Einsatz für den Naturschutz im Nationalpark Eifel

© Nationalparkverwaltung Eifel / M. Weisgerber

Urlaub mal anders: Projektwoche bringt ehrenamtliche Helfer aus ganz Deutschland im Schutzgebiet zusammen.

 Schleiden-Gemünd, den 30. August 2017. Vom 27. August bis 2. September 2017 ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut zu Gast im Nationalpark Eifel. Fast 20 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland werden in dieser Zeit in den Wäldern des Nationalparks verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem Buchenwald näher kennenlernen. Ziel der Einsatzwoche ist es, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen  Situation  am  Projektstandort zu  leisten und die  Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren. Unter der Anleitung von Projektförster Andreas Frieseke vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Julian Mauerhof, dem Fachgebietsleiter des Biotop- und Wildtiermanagements im Nationalparkforstamt Eifel, bauen die Freiwilligen einige alte und nicht mehr benötigte Holzhütten im Nationalpark ab, mähen zwei Feuchtwiesen und entfernen die nicht heimische und invasive Art „Spätblühende Traubenkirsche“.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwoche ist es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten auch praktisch zu vermitteln. Julian Mauerhof dazu: „Der Wald ist etwa für die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein idealer Lehrer. Nur wer die natürliche Dynamik des Waldes zulässt, wie es im Nationalpark gängige Praxis ist, erhält seine wichtigen Funktionen nachhaltig für kommende Generationen. Das erleben die Teilnehmenden hier hautnah und setzen sich persönlich für eine natürliche Entwicklung des Ökosystems ein – sie werden den Wald nach dem Einsatz mit anderen Augen sehen.“ Andreas Frieseke vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden oftmals darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich somit an einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt.“

„Ich möchte nicht bloß von Naturschutz reden, sondern ganz praktisch etwas tun“, antwortet ein Teilnehmer aus Bayern auf die Frage nach seiner Motivation und fügt hinzu „man sieht abends, was man geschafft hat – und das ist einfach ein gutes Gefühl“.

Durch das Mähen einer Feuchtwiese kann dieser Lebensraum für die darauf angewiesenen Arten langfristig erhalten bleiben. Die Wiese liegt im Bereich der Management-Zone, wo es aus naturschutzfachlicher Sicht geboten ist, aktiv einzugreifen.

Die Teilnehmer bauten unter anderem alte Holzhütten ab. Bei der schweißtreibenden Arbeit ist Teamwork gefragt – und der Spaß kam auch nicht zu kurz.

Ziele des deutschlandweiten Bergwaldprojekts

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2017 finden 100 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Anmeldung und weitere Informationen zu den Einsatzwochen unter www.bergwaldprojekt.de.

Weitere Informationen:
Nationalparkforstamt Eifel
Wald und Holz NRW
Martin Weisgerber
Telefon: 02444 9510 56 – Mobil: 0171 5870896
E-Mail: weisgerber@nationalpark-eifel.de

Projektförster Andreas Frieseke, Bergwaldprojekt e.V., mobil: 0160 3340413

Peter Naumann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0831 512 7635 – Mobil: 0171 207 2265
E-Mail: presse@bergwaldprojekt.de

www.bergwaldprojekt.de

 

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