25. September 2017

Wanderwege werden attraktiver

© Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

„Qualitätsoffensive Wandern“ im vollen Gange – Eifelverein im Kreis Euskirchen hat das Wegenetz überprüft und ausgedünnt – Kreis und Nordeifel Tourismus benennen Eifelschleifen und Eifelspuren

Kreis Euskirchen – Das Wegenetz des Eifelvereins im Kreis Euskirchen wird bunter und dadurch übersichtlicher. „Wir sind uns sicher, dass sich Wanderer jetzt und in Zukunft auf unseren Wanderwegen deutlich besser zurechtfinden werden“, sagte Manfred Rippinger, Geschäftsführer des Eifelvereins.

Zwei Jahre haben die Abstimmung und die Vorbereitungen gedauert. Unter dem Titel „Hauptwanderwege 2.0“ wurde laut der Hauptvorsitzenden Mathilde Weinandy „das bislang größte Projekt im Eifelverein an den Start gebracht“. Das seit mehr als 90 Jahren bestehende Netz von Hauptwanderwegen mit einer Gesamtlänge von 2800 Kilometern wurde an heutige Bedürfnisse angepasst. Denn Manfred Rippinger gibt unumwunden zu, dass das Wegenetz zuletzt nicht mehr unbedingt kundenfreundlich gewesen sei: „Die scheußlichen Winkel-Symbole auf den Schildern haben doch nur noch Insider verstanden.“ Hinzu kam, dass das teilweise üppige Wegeangebot durch die immer älter werdenden Mitglieder des Eifelvereins oft nur noch schwer zu pflegen war.

Um 25 Prozent werden die Wanderwege des Eifelvereins ausgedünnt. Das liegt auch daran, dass einige der Wege an Attraktivität verloren haben, während Qualitätswanderwege wie der Eifelsteig, der Ahrsteig oder Traumpfade entstanden sind. „Mit der Stilllegung von unattraktiven Strecken und der Teilverlegung von Wegen auf touristische Wege reagieren wir auf die Nachfrage und bündeln unsere Kräfte“, so Rippinger.

Die 200 ehrenamtlich tätigen Wanderwarte im Eifelverein haben das auf 2100 Kilometer gekürzte Wegenetz in der Eifel neu markiert und teils neu benannt. Die neue Markierung besteht auf einem großen E für Eifel und drei Farben: blau für den Himmel, grün für den Wald und braun für die Erde. 35.000 neue Markierungszeichen und 200 neue Orientierungstafeln wurden angeschafft. Die Aktion kostet den Eifelverein 40.000 Euro.

Gleichzeitig ist im Kreis Euskirchen die „Qualitätsoffensive Wandern“ gestartet. Bis Ende 2019 wird das Wanderwegenetz unter dem Stichwort „Wanderwelt der Zukunft – Eifelschleifen und Eifelspuren“ überarbeitet. Das bestehende Wanderwegenetz im Kreisgebiet ist für den modernen Wanderer oft unübersichtlich und verwirrend, vor allem, weil die Ortsgruppen des Eifelvereins für die örtlichen Wanderwege in der Vergangenheit unterschiedliche Markierungen angewandt haben. Wegen dieses Mangels verliert die Nordeifel im Duell mit den Konkurrenten aus der Südeifel oder den Mittelgebirgen.

Um ein einheitliches Erscheinungsbild für die Wegemarkierung herzustellen, haben, auf Vorschlag der Eifelvereins-Bezirksgruppe Euskirchen, der Kreis Euskirchen und die Nordeifel Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit dem Eifelverein eine Qualitätskontrolle des Wegenetzes vorgenommen und das 1500 Kilometer lange Rundwanderwegenetz einer Bewertung unterzogen. Diese Eifelschleifen wurden neu konzipiert. „Als Vorsitzender der Bezirksgruppe Euskirchen bin ich froh über diese Entwicklung und die Aktivitäten des Kreises sowie der NET. Ohne deren Unterstützung wäre dieses einmalige und aufwendige Projekt nicht umsetzbar gewesen“, sagte Herbert Radermacher.

Darüber hinaus sind 15 bis 20 thematische Qualitätsrundwanderwege, die besonders inszeniert werden sollen, die sogenannten Eifelspuren, geplant. Die Hauptwanderwege des Eifelvereins sollen an diese neuen Wege angedockt werden. Gemeinsam wurde ein nachhaltiges Wegemanagement mit einem finanzierbaren Unterhaltungssystem aufgebaut.

Der Kreis Euskirchen hat mit „Wanderwelt der Zukunft – Eifelschleifen und Eifelspuren“ wiederholt erfolgreich am Tourismuswettbewerb „Erlebnis.NRW“ teilgenommen. Das Projekt wird auf drei Jahre aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert und zu 80 Prozent mit EU- und Landesmitteln gefördert. Den Eigenanteil von 20 Prozent trägt der Kreis Euskirchen. Insgesamt stehen so 800.000 Euro zur Verfügung. „Insgesamt werden all diese Maßnahmen zu einer weiteren touristischen Aufwertung unserer Eifelregion und besonders im Kreis Euskirchen führen“, ist sich Herbert Radermacher sicher.

pp/Agentur ProfiPress

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